Und jährlich grüßt das Murmeltier

Bald ist wieder Ostern. Während sich Christen auf das Ereignis freuen befürchten Andere das die Freiheit in Europa insgesamt in Gefahr ist, weil unserer Gesetzgeber den Karfreitag zu einem „Stillen Feiertag“ macht. Tanzen ist verboten oder wird eingeschränkt. Der Karfreitag ist der höchste Christliche Feiertag.

Jetzt fordert sogar eine Petition den Paragraph §6 Abs1 des Gesetzes über Sonn– und Feiertage ganz zu streichen.  Und damit nicht nur Einschränkungen an kirchlichen Feiertagen sonder auch am Volkstrauertag, dem Tag um an die Kriegstoten und die Opfer von Gewaltherrschaft zu erinnern.

Freiheit ist ein hohes Gut. Hier jedoch habe ich den Eindruck dass der Freiheitsbegriff missbraucht wird um sein Missfallen über die Kirche und über die Gläubigen auszudrücken.
Das ist nicht gut für die wirklich wichtigen Themen bei denen Freiheitsrechte in Deutschland eingeschränkt werden. Nicht nur an 3 Tagen, sondern dauerhaft.
Das ist nicht gut für den respektvollen Umgang miteinander und dem verantwortlichen Umgang mit unserer Geschichte.

Aber ja, das Verbot sollte man, zumindest bei den kirchlichen Feiertagen aufheben.
Freiheit, Respekt und auch Verzicht gehören zu den Tugenden die unsere Gesellschaft braucht. Aber der Verzicht ist nur dann ein Zeichen von Respekt wenn er freiwillig passiert.

Wenn du nun also am Karfreitag tanzen gehen möchtest frage dich selber:

  • Tu ich das um die Christen zu ärgern – dann bleibe zu Hause
  • Tu ich das um für meine Freiheit zu demonstrieren – dann gehe tanzen
  • Wenn das Verbot aber aufgehoben wird, bleibe zu Hause und zeige Respekt Anderen gegenüber.

Und, gerade weil es dort keine Einschränkungen gibt; Verzichtet doch mal während des Ramadan auf das Essen wenn eure Moslemischen Kollegen dabei sind.
Und verzichte nicht nur am Volkstrauertag  auf Tanzveranstaltungen und ähnliches sondern auch am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Seid 1959 in Israel, seid 1996 in Deutschland und seit 2006 auch international (UN Resolution 60/7)

Sich seiner Geschichte und seiner Mitmenschen bewusst zu sein und das auch durch freiwilligen Verzicht zu zeigen wäre ein  gutes Zeichen für unsere Gesellschaft.

 

Und ich persönlich, als Christ?

Ich weiß das Jesus auferstanden ist. Es macht für mich keinen Sinn jedes Jahr am Karfreitag zu tun als wüsste ich nicht was Ostern passiert ist.
Das ist so ähnlich als wenn man sich das Endspiel zur Fußballweltmeisterschaft eine Woche später anschaut und dann noch überrascht tut wenn man das Ergebnis sieht.
In diesem Sinne was zum Tanzen:

[embedplusvideo height=“483″ width=“608″ standard=“http://www.youtube.com/v/iU8u_NdaDg0?fs=1″ vars=“ytid=iU8u_NdaDg0&width=608&height=483&start=&stop=&rs=w&hd=0&autoplay=0&react=1&chapters=&notes=“ id=“ep8420″ /]